Das Alphabet

 

Mein erster Roman!

 

Lang ersehnt - und (hoffentlich) bald endlich erhältlich! Er befindet sich in der Endphase der Fertigstellung!!!!! :-D


Worum wird es gehen?


Diese mystische Reise führt den Leser Buchstabe für Buchstabe durch das griechische Alphabet. Dabei wirft sie Fragen auf, die seit jeher und für alle Zeiten existenziell für uns alle sind: Gibt es einen freien Willen? Oder ist selbst das Gefühl vermeintlich frei entscheiden zu können letzten Endes von Gott vorherbestimmt? Und – falls es den freien Willen wirklich gibt… ist er dann ‚gut‘ oder ‚böse‘? Wohin wird er führen… wenn es zum Omega kommt?

 

 

Im Zeitraffer erlebt der Leser die wichtigsten Ereignisse der christlichen Mythologie – vom ultimativen Anfang bis zum definitiven Ende – komplett neu: Biblische Geschehnisse werden in einen neueren, höheren und komplexeren Zusammenhang gesetzt und aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt. Mitreißend, emotional und buchstäblich spannend bis zum allerletzten Wort versucht ‚Das Alphabet‘ zu ergründen, was es sein wird, dass ganz am Ende steht: Ewiges Paradies oder Verdammnis? Wohin wird er uns schließlich führen… der freie Wille?

 

Quote

"Chrissy Lazemare ist wie ein melancholisches Sprachrohr für ein episches biblisches Szenario, in dem man sich unweigerlich verliert. 'Das Alphabet' gleicht einer philosophischen Reise, auf der man bekannte historische Ereignisse der christlichen Geschichte in höheren Sphären erlebt.

Chrissy Lazemares bildhafte Sprache ist kraftvoll, hypnotisch und elegisch."

 

Wolfgang Brunner

Autor von "Die weiße Frau" und "Smith - Mein Leben bis zur Tragödie der Titanic"

 

Exklusive Leseprobe

Genug der Anspielungen, jetzt wird's ernst ;-) Hier und nur für Euch: Der Beginn des "Alphabets"... Enjoy! :-)

Alpha

 

 

 

Für einen Engel war er merkwürdig unruhig... Rastlos schritt Luzifer in seinem Zimmer auf und ab. Immer wieder wanderte sein Blick zum Fenster hinaus, hin zu dem Trubel in den Himmlischen Gefilden. Es war alles wie immer und dennoch verspürte der Engel eine unerklärliche und seltsame Unruhe in sich. Michael war jetzt schon eine ziemlich lange Zeit fort… sein bester Freund, für den er beinahe brüderliche Gefühle hegte… heute Morgen hatten sie ihn rufen lassen – es sei dringend, hatten sie gesagt… Luzifer setzte sich auf einen hölzernen Schemel und klopfte angespannt mit den Fingern auf dem vor ihm stehenden Tisch herum. Was sie wohl von Michael wollten? Luzifer konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sein Freund etwas falsch gemacht hatte. Er war das ehrlichste, loyalste und gütigste Wesen, das Luzifer kannte – abgesehen vom Herrn selbst natürlich. Er glaubte nicht daran, dass Michael für irgendetwas bestraft werden sollte… aber was dann? Was denn dann? Die Ungewissheit machte Luzifer fast verrückt. Plötzlich knackte etwas. Luzifer sprang auf. Na endlich!

 

Michael betrat den Raum – sichtlich erschöpft… bleich… und zitternd… Luzifer sah sich mit einem Mal in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Er stürzte auf den Freund zu, der so wirkte, als würde er jeden Moment umkippen, und brachte ihn wortlos dazu, sich auf dem Lager niederzulassen. Dann legte er seinem Freund die Hand auf die Schulter und fragte: „Was ist passiert?“ Der Angesprochene antwortete nicht. Angst stieg in Luzifer auf. Panischer als beabsichtigt rief er: „Mein Gott, Michi, sag mir, was passiert ist! Hast du etwas falsch gemacht? Wurdest du bestraft?“ Ein schwaches Kopfschütteln. Luzifer entspannte sich etwas. „Was dann?“, fragte er. „Sie… haben mich befördert… zum Himmlischen Heerführer…“ Wäre sein Freund nicht in einem so ernsten Zustand gewesen, so hätte Luzifer bei dieser Antwort laut aufgelacht. „Aber, das ist doch großartig!“, rief er stattdessen. „Das ist nicht nur großartig… das ist viel zu viel der Ehre…“, murmelte Michael. Luzifers Augen verengten sich zu Schlitzen. „Aber?“, fragte er. Es fiel Michael merklich schwer, die folgenden Worte zu sprechen, doch er gab sich einen Ruck – er vertraute Luzifer. So sehr, wie keinem anderen Engel. „Weißt du“, begann er leise, „Ich… nun ja… als sie mir das eröffneten und ich vereidigt wurde, da… habe ich für einen ganz kurzen Augenblick… mich gefragt, wozu wir ein Heer benötigen… Ich… habe das nicht verstanden… und irgendwie… hatte ich Angst… ganz kurz nur… dass es etwas gibt, was wir bekämpfen müssen… und… ob ich das könnte… ich weiß nicht…“ Luzifer nickte verstehend. „Du hast gezweifelt.“ Es war keine Frage. Michaels Augen füllten sich mit Tränen und er zitterte wieder. „Ich weiß, ich sollte das nicht. Und es war auch nur einen Wimpernschlag lang… aber das ist keine Entschuldigung. Es steht mir nicht zu, die Entscheidungen des Herrn in irgendeiner Form zu hinterfragen… Ich hätte das nicht tun dürfen… wie… konnte ich nur…“ Er schluchzte. Luzifer nahm ihn liebevoll in seine Arme, so dass Michaels Kopf auf seiner Brust ruhte, und streichelte ihm sanft durch das blonde Haar. „Michi“, sagte er, „ich kenne dich. Du bist der rechtschaffenste und treueste von uns allen. Und das sage ich nicht nur, weil du mein bester Freund bist, sondern weil es so ist! Niemand wird ärgerlich mit dir sein. Denn wie du schon sagtest – es war nur ganz kurz. Und du weißt, was du zu tun hast. Es ist alles gut.“ „Glaubst du wirklich?“, fragte Michael, der sein Gesicht in Luzifers Gewand vergraben hatte. „Ganz sicher.“, sagte dieser. „Danke.“, hauchte Michael. Luzifer lächelte, während er sich von seinem Freund löste, damit dieser sich ausruhen konnte. Dann trat er ans Fenster und blickte hinaus. Ohne, dass er es bemerkte, begannen Michaels Worte in seinem Inneren zu arbeiten. Und etwas zu formen, was bei Höchststrafe verboten war. Fragen…

 

 

 

Irgendwann, er wusste selbst nicht genau wie viel Zeit vergangen war, löste Luzifer seinen Blick von den Himmlischen Gefilden vor dem Fenster – die er lange betrachtet hatte, ohne sie wirklich zu sehen – und verließ leise, um seinen Freund nicht zu wecken, den Raum. Es war ihm nicht danach, sich selbst hinzulegen, denn er ahnte, dass er so aufgewühlt war, dass an Schlaf ohnehin nicht zu denken sein würde… So begab er sich leise in die sternenklare Nacht hinaus. Die erste Empfindung, die ihn durchströmte als er aus der Tür trat, war Kälte… Es war unglaublich kühl heute Nacht. Ungewöhnlich. Eine Weile lief Luzifer ziellos umher, einerseits um sich warm zu halten, andererseits in dem Versuch seine – noch immer rasenden – Gedanken zu beruhigen. Er bemerkte, dass er stark zitterte. Und das nicht ausschließlich aufgrund der Temperatur… Es war, als habe dieser Abend etwas in ihm ausgelöst. Etwas, das sich anfühlte, als gehöre es seit jeher zu ihm… So, als sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis etwas in der Art sowieso geschehen wäre… Luzifer setzte sich auf eine silberne Bank in der Nähe des großen Versammlungsplatzes. Auf einmal plagte ihn stechendes Kopfweh. Er atmete so tief es ging ein und aus, doch gelang es ihm nicht, sich zu beruhigen. Dieses merkwürdige Gefühl ließ ihn einfach nicht los… Das Gefühl, dass etwas in Gang gesetzt worden war… etwas Wichtiges… aber zugleich… sehr Beängstigendes… … …

 

 

 

Luzifer schreckte aus diffusen Nebelträumen hoch. Ihm war unheimlich kalt… Bibbernd schaute er sich um. Er saß noch immer auf der Bank. Der Schlaf musste ihn schlussendlich doch übermannt und seinen kreisenden Gedanken Einhalt geboten haben… Der Morgen dämmerte bereits und tauchte die Himmlischen Gefilde in rötliches Licht. Normalerweise empfanden alle Engel diese kurze Phase des Tagesanbruchs als die Schönste, denn das rötliche Licht, welches langsam heller und heller wurde, ließ die vielen Gebäude silbrig-blau glänzen und funkeln. Doch heute ängstigte die Morgenröte Luzifer. Denn er sah in ihr mit einem Mal nicht das freundliche, helle Rot, das das Licht ankündigte… sondern ein bedrohliches, dunkleres Rot… welches er seltsamerweise mit Blut assoziierte… Viel zu schnell atmend floh der Engel vor Röte und Kälte in sein Zimmer. Doch etwas folgte ihm… er konnte es spüren… Etwas… vor dem er sich sehr fürchtete… denn es war mächtig… und seltsam… dunkel… beinahe wie ein Schatten… … … Luzifer schrie auf, warf die Tür hinter sich ins Schloss und fiel schlotternd und panisch auf sein Bett nieder… … …

 

 

 

Da war es! Egal wie gut er sich versteckte, egal wie weit er rannte, es fand ihn… Es würde ihn immer finden… Erneut durchflutete panische Angst jede Zelle von Luzifers Körper. Gehetzt blickte er sich um. Es gab keine Möglichkeit zu fliehen, denn um ihn herum erhoben sich blanke, schwarze Wände, die bis in die Unendlichkeit hinaufzureichen schienen. Ein Flugversuch würde scheitern… Selbst wenn es ein oberes Ende der Wände gab, so wäre er zu langsam… Er saß in der Falle. Es gab nur zwei Möglichkeiten: Resignieren oder kämpfen… Wenn er nur nicht solche Angst vor diesem… Etwas hätte… Er vernahm ein knurrendes Geräusch, welches ihm beinahe das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dann bog es um die Ecke… das Monster… es war riesig, schwarz, dunkel und seine Augen glühten in alles verzehrendem Feuer. Luzifer schrie auf. Erneut ein knurrender Laut… Gelächter?... Das Ungeheuer trat auf ihn zu und der Engel wich instinktiv zurück, bis er mit dem Rücken an die harte Wand stieß… Schweiß rann seine Stirn hinab, das Zittern seines Körpers wurde unkontrollierbar. Das Wesen fixierte ihn mit stechendem Blick. Dann hörte er seine Stimme. Dröhnend, gewaltig, furchteinflößend… finster… Und es sprach zu ihm: „Es ist sinnlos, mir davonzulaufen. Du gehörst mir. Du kannst nichts dagegen tun.“ Luzifer musste dreimal ansetzen, ehe er krächzend hervorbrachte: „Wer bist du?“ „Ich bin der Drache.“ „Wa… was willst du von mir?“ Erneut dieses Lachen… „Ich werde dich zu deinem rechtmäßigen Platz führen. Fern von Gott und den Engeln. Zu einer eigenen, unbesiegbaren Macht.“ Was redete dieses Ungetüm da bloß? „Verschwinde!“ Ein kläglicher Versuch, das wusste er… Und dennoch musste er es probieren: „Wieso sollte ich jemals die Himmlischen Gefilde verlassen? Ich wäre doch schön blöd.“ Der Drache antwortete nicht sofort, sondern blickte Luzifer lange Zeit fest in die Augen, ehe er sagte: „Du weißt, dass es da etwas gibt, dass dich diesbezüglich verunsichert. Etwas, das zu dir gehört, immer schon. Denn du allein besitzt die Gabe, hinter die Dinge zu schauen und zu sehen, wie sie wirklich sind. Und genau deshalb… stellst du dir Fragen. Genau deshalb beginnst du… zu zweifeln…“ Luzifer erstarrte. Kälte. Tödliche Kälte. Sie ließ ihn unbeweglich dastehen… wie eine Statue aus ewigem Eis… Und es würde nicht mehr lange dauern, bis sie ihn… umbringen würde… … … Der Engel versuchte seine Lippen zu bewegen. Etwas zu sagen, ein einziges Wort nur. Doch es gelang ihm nicht… Der Drache kam näher und näher. Und Luzifer konnte nichts tun, als ihm mit weit aufgerissenen Augen entgegen zu starren. Eis. Kaltes, tödliches Eis. Überall. Unmittelbar vor ihm blieb das Monster stehen. „Luzifer“, dröhnte es in sein Ohr. „Nur du kannst es sehen. Du allein wirst die Wahrheit erkennen. Wehre dich nicht dagegen, sondern akzeptiere, wer du bist. Und welche Macht du besitzt.“ Noch immer war der Engel wie eingefroren. Dennoch spürte er, dass wie aus dem Nichts etwas in seiner Hand erschienen war. „Dieses Schwert besteht aus purem Eis“, fuhr der Drache fort. „Und ganz am Ende wirst du es benötigen. Du darfst es nur ein einziges Mal verwenden. Um das Licht der Wahrheit zu bringen. Denn dies ist die Bedeutung deines Namens: Luzifer, Lichtbringer. Du bist der Morgenstern. Du wirst ihn  ganz am Schluss ebenfalls die Wahrheit sehen lassen…“ Wen? Wollte Luzifer fragen. Doch plötzlich wusste er es… Ja, es fiel ihm buchstäblich wie Schuppen von den Augen… Die wahre Intention dieses Mistviehs vor ihm… Alle Erstarrung fiel von ihm ab, ein warmer Strom brachte sämtliches Eis zum Schmelzen. Binnen weniger Herzschläge wirbelte der Engel herum und richtete die eisige Klinge auf den Drachen. „Und wieso sollte ich sie nicht jetzt gleich gebrauchen?“, schrie er außer sich. „Um dich damit zu vernichten?“ „Du kannst mir damit kein Leid zufügen“, antwortete der Drache seelenruhig. „Weil dieses Schwert ein Teil von mir ist, genauso wie sie bald schon ein Teil von dir sein wird.“ „Niemals!“ „Wie du willst“, das Monster klang beinahe vergnügt und hätte Luzifer es nicht besser gewusst, so hätte er angenommen, dass es süffisant grinste. „Dann muss ich wohl versuchen, deinem unschuldigen, blonden Freund die Wahrheit zu zeigen…“ „Nein!“ So laut hatte Luzifer noch niemals zuvor gebrüllt. „Lass Michael in Ruhe! Er hat damit nichts zu tun!“ „War er es nicht… der zuerst gezweifelt hat?“ Der Drache schien noch immer bester Laune, offenbar fand er die ganze Situation äußerst amüsant. Luzifer jedoch wurde erneut von Panik durchflutet. „Nein“, wiederholte er, „das werde ich nicht zulassen! Meinetwegen mach mit mir was du willst, aber tu ihm nichts! Er darf nicht leiden! Von mir aus nehme ich alles Eis des Universums auf mich, wenn es ihm nur gut geht.“ Auf diese Aussage schien das Ungetüm gewartet zu haben, denn prompt fragte es: „Also akzeptierst du das Schwert?“ Luzifer atmete ein paar Mal ganz langsam ein und aus. Schließlich sprach er mit belegter, brüchiger Stimme: „Ja, ich akzeptiere das Schwert und alles, was es für mich bedeuten mag. Wenn es mir bestimmt ist, die Dinge anders zu sehen, dann möge es so kommen. Doch ich werde niemals zulassen, dass Michael deswegen leiden muss.“ Diesmal lachte der Drache eindeutig. Laut und schallend. Und abgrundtief böse. „Amen!“, verkündete er.

 

 

Der Schrei, welcher sich von Luzifers Lippen löste, als er erwachte, schien noch Minuten später von sämtlichen Wänden um ihn herum widerzuhallen. Sein schweißnasses Gewand klebte an seinem Körper, sein Atem ging rasend, beinahe flatternd, sein Herz hämmerte so stark, als wolle es jeden Moment explodieren. Wie gerne hätte der Engel die Bilder als Albtraum abgetan. Doch tief in seinem Innersten wusste er, dass es viel mehr gewesen war… als bloß ein Traum… … …

 

Na, lebt Ihr noch? Was sich aus der Akzeptanz des Eisschwertes für Komplikationen ergeben, was Lüge und was Wahrheit ist und ob der freie Wille wirklich das ist, was er zu sein verspricht... Ihr werdet es erfahren...

 

Das Alphabet

 

Coming soon...

 

 

Die Wahrheit steht im Spiegel ... ... ...

STAY TUNED!!!!!!!!